Zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2026 von lukas
Ich bringe unglaubliche Schätze zurück nach Europa. Zuerst einmal ist die Lebensfreude zu nennen, welche uns Europäern leider zu oft abhanden gekommen ist. Desweiteren einen gelebten sozialen Wert, der Fihavanana genannt wird. Man redet miteinander. Offene Gewalt ist geächtet. Madagaskar hat in seiner Geschichte keine signifikanten Kriege. Nichteinmal mit den Franzosen haben die Madegassen einen blutigen Krieg geführt, eher kleinere Scharmützel.
Bis heute trägt diese Kultur die madegassische Politik und die Diplomatie mit dem Ausland. Ein Versuch des Gegenseitigen Interessenausgleichs und einer unglaublichen Toleranz gegenüber negativem Verhalten – des Frieden willens. Manchmal ist es fast schon unglaublich und unerträglich für mich als Europäer zu sehen, mit welcher stoischen Gelassenheit die Madegassen Korruption, Ausbeutung und Armut ertragen. Und nach vielen Jahren muss ich das Fazit geben: Besser so als Krieg, Trauma und Feindschaft in der Gesellschaft. Auch wenn sie uns Technisch „hinterher“ sind, sind sie und menschlich weit vorraus. Subtil, kaum sichtbar. Sodass der Herrische Europäer gerne darüber hinweg sieht, nicht sehend, was er verpasst. Er sieht nur das Edelholz, die billigen Frauen, die Edelsteine, das Gold, die billigen Gewürze. Leider treibt uns Europäer zuoft die Gier und die eigene Arroganz, welche uns blind macht für den Reichtum anderer Kulturen.
So nehme ich tiefen Respekt und Demut mit nach Hause, und einen Blick auf uns selbst von aussen. Erkenntnisse, welche niemals in Europa selbst bekommen kann.
Desweiteren zwingen mich die simplen Verhältnisse hier in Madagaskar, simple Technologien zu entwickeln. Mit kaum mehr als Spaten, Brechstange und Schaufel erschaffen wir Paradiese. Angepasst an Handarbeit und schwierige klimatische Bedingungen. Zuhause in Europa baue ich nun Anlagen, welche zu ihrem Betrieb sehr wenig Erdöl und Maschinerie benötigen, und notfalls auch ohne funktionieren. Angetrieben von Sonne, Wind und Regen. Mit Pflanzen und Tieren als funktionale Elemente anstatt Pumpen, Traktoren und Pflügen. Pflanzen regenerieren, Traktoren gehen Kaputt. Und so habe ich auch einen enormen ökonomischen Vorteil. Anstatt viel verdienen zu müssen geben wir wenig aus. Und leben gut, ohne grosse Umsätze. Fast schon ausversehen habe ich mir selbst einen Post-Erdöl Bauernhof gebaut, eine „post-petroleum farm“.
Zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2026 von lukas
Was wir nach Hause bringen.
Ich bringe unglaubliche Schätze zurück nach Europa. Zuerst einmal ist die Lebensfreude zu nennen, welche uns Europäern leider zu oft abhanden gekommen ist. Desweiteren einen gelebten sozialen Wert, der Fihavanana genannt wird. Man redet miteinander. Offene Gewalt ist geächtet. Madagaskar hat in seiner Geschichte keine signifikanten Kriege. Nichteinmal mit den Franzosen haben die Madegassen einen blutigen Krieg geführt, eher kleinere Scharmützel.
Bis heute trägt diese Kultur die madegassische Politik und die Diplomatie mit dem Ausland. Ein Versuch des Gegenseitigen Interessenausgleichs und einer unglaublichen Toleranz gegenüber negativem Verhalten – des Frieden willens. Manchmal ist es fast schon unglaublich und unerträglich für mich als Europäer zu sehen, mit welcher stoischen Gelassenheit die Madegassen Korruption, Ausbeutung und Armut ertragen. Und nach vielen Jahren muss ich das Fazit geben: Besser so als Krieg, Trauma und Feindschaft in der Gesellschaft. Auch wenn sie uns Technisch „hinterher“ sind, sind sie und menschlich weit vorraus. Subtil, kaum sichtbar. Sodass der Herrische Europäer gerne darüber hinweg sieht, nicht sehend, was er verpasst. Er sieht nur das Edelholz, die billigen Frauen, die Edelsteine, das Gold, die billigen Gewürze. Leider treibt uns Europäer zuoft die Gier und die eigene Arroganz, welche uns blind macht für den Reichtum anderer Kulturen.
So nehme ich tiefen Respekt und Demut mit nach Hause, und einen Blick auf uns selbst von aussen. Erkenntnisse, welche niemals in Europa selbst bekommen kann.
Desweiteren zwingen mich die simplen Verhältnisse hier in Madagaskar, simple Technologien zu entwickeln. Mit kaum mehr als Spaten, Brechstange und Schaufel erschaffen wir Paradiese. Angepasst an Handarbeit und schwierige klimatische Bedingungen. Zuhause in Europa baue ich nun Anlagen, welche zu ihrem Betrieb sehr wenig Erdöl und Maschinerie benötigen, und notfalls auch ohne funktionieren. Angetrieben von Sonne, Wind und Regen. Mit Pflanzen und Tieren als funktionale Elemente anstatt Pumpen, Traktoren und Pflügen. Pflanzen regenerieren, Traktoren gehen Kaputt. Und so habe ich auch einen enormen ökonomischen Vorteil. Anstatt viel verdienen zu müssen geben wir wenig aus. Und leben gut, ohne grosse Umsätze. Fast schon ausversehen habe ich mir selbst einen Post-Erdöl Bauernhof gebaut, eine „post-petroleum farm“.
Kategorie: Uncategorized